Montag, 19. April 2010

Giftgasangriff und Furniture City

Der Morgen begann etwas anders als erwartet. Während des Frühstücks wunderte ich mich über einen üblen Geruch und viel Qualm vor dem Haus. Anfangs dachte ich es handele sich um einen alten Rasenmäher oder ähnliches. Beim Verlassen des Hauses wurde dann klar, was abging. Die Häuser wurden mit irgendeinem Gas behandelt um Ungeziefer zu töten. Auf Grund des Gases kamen haufenweise Kakerlaken aus allen Ritzen. Mittags zeigte sich der Erfolg noch deutlicher. Der Hausflur und die Fläche vor dem Haus glich einem Kleintierfriedhof. Nun lagen hunderte von toten Kakerlaken überall herum…Es ist natürlich davon auszugehen, dass das Gas auf biologischer Basis hergestellt wurde und keinerlei Gesundheitsgefährdung für Menschen besteht oder bestand! :-P Für Vögel lässt sich diese Behauptung leider nicht aufrechterhalten, da sie nach dem Fressen der toten Kakerlaken sterben und ebenso auf dem Campus rumliegen...

Während des Vormittags habe ich wieder Chinesisch gelernt. Gegen Mittag bekamen wir Besuch, so dass es zum Mittagessen wieder in ein Restaurant ging. Im Vergleich zur Mensa definitiv eine enorme Verbesserung!


Das Wochenende war nicht weiter spannend…immerhin bin ich zu ausreichend Schlaf gekommen…zwei Mal ca. 10 Stunden sind wirklich erholsam.


Am Sonntag sind wir dann in die "Furniture City" gefahren. Eine angeblich 20 km lange Straße, die nur aus Möbelgeschäften und Einkaufszentren für Möbel bestehen. Wenn wir unsere Möbelhäuser betrachten…ein oder zwei in näherer Umgebung, ist es schon wahnsinnig zu sehen, was die Chinesen unter "Zentrum" verstehen. Der hiesig Möbelmarkt beliefert das ganze Land und ist sowohl Endverbrauchermarkt als auch Zwischenhändler…alles nur eine Frage der Menge ;)


Auf dem Bild seht ihr die modernste Mall mit dem nette Namen: Louvre. Das Gebäude bietet 183 000m² bei einer Höhe von 41m. Wenn die Chinesen dann nochmal qualitativ brauchbare Möbel bauen und im Inland absetzen würden, würde der Besuch noch doppelt so beeindruckend sein. Da mein Chef immer ans Geschäft denkt, sind ihm Massagestühle aufgefallen, von denen er glaubt, dass man sie nach Europa verkaufen könnte. Naja…sowas muss ein Europäer natürlich testen. Also musste ich leider 20min in diesem Massagestuhl verbringen und im Anschluss auch noch einen Kaffee trinken. Entweder ich gewöhne mich langsam an Kaffee mit kiloweise Zucker oder es war nur noch ein Jin (chin. Einheit für ein halbes Kilo) Zucker in diesem Kaffee.

Abschließend hier noch ein paar Bilder:



Hier in der 1. Etage wohne ich

der 2. Teil der Küche

unsere lieben Mitbewohner
der Kampf mit fairen Mitteln
auf dem Campus
auf dem Campus
furniture city
Louvre
doofer Pisser ;)

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