Es werden noch weitere Berichte über Peking folgen, zwischendurch geht das Leben hier allerdings weiter.
Letzte Woche wurde das Wochenende kurzerhand verlegt. Samstag und Sonntag waren Arbeitstage. Dafür wurden Montag und Dienstag frei gemacht und zusammen mit dem Drachenbootfesttag am Mittwoch ergaben sich so drei Urlaubstage. Eine sehr angenehme Überraschung nach meiner Rückkehr aus Peking.
Derzeit ärgern sich einige ausländische Unternehmen mit einem, für China neuen Phänomen herum: Arbeitsstreiks. Die größten gab es bei Toyota und Honda. An sich sind Streiks hier verboten. Aus irgendwelchen Gründen ist es nun scheinbar an der Zeit trotz Verbots und der Möglichkeit des Einschreitens der Polizei (auf Wunsch des Firmenchefs sind Arbeiter von der Polizei schon zur Arbeit geprügelt worden) Arbeitskämpfe durchzuziehen. Die Medien spekulieren schon über das Ende des Niedriglohnlandes China. Viele Unternehmen wandern bereits jetzt in die umliegenden Länder ab um Lohnkosten zu senken. Kambodscha freut es^^ Da witzige an den Streiks ist, dass hier niemand Erfahrungen mit Streiks und ihrer Schlichtung hat. Auch die Behörden sind damit überfordert. Am Freitag waren wir zu Besuch im Arbeitsamt des Bezirks, der für Toyota zuständig ist. Da mein Chef der Leitung einige Tipps zur Position der Behörden in der Schlichtung gegeben hat, gingen wir nach zwei Stunden Gespräch lecker essen: im Intercontinental Hotel Foshan . Dort beginnt der rote Teppich bereits in der Tiefgarage, auf dem Tisch liegen Stäbchen UND Messer und Gabel. Es war mir eine große Freude nach 2,5 Monaten endlich wieder dieses merkwürdige Werkzeug zu benutzen ;) Das Buffet war super! Leider war ich satt bevor ich zum Fleischbuffet vorgedrungen war :( Fisch, Garnelen, Muscheln kalt, warm, überbacken… alles war bis zum Abwinken vorhanden.
Danach war dann endlich wieder Wochenende ;)
Samstag Abend bin ich dann das erste Mal wirklich feiern gegangen. Es ist nun nicht so, dass ich in China plötzlich eine Allergie gegen Partys bekomme hätte, aber es hat sich einfach nicht ergeben. Die chinesischen Studenten sind nicht gerade feierwütig! Es ging quer durch die Stadt in eine kleine Bar mit Carlsberg vom Fass und einer großen Leinwand. Zur Abwechslung sah ich mal mehr Ausländer als Chinesen. So konnte ich dann das Australienspiel mit Australiern gucken und halbwegs brauchbares Bier genießen. Die Australier hatten nur begrenzte Ahnung von den Fußballregeln. Dementsprechend war auch klar, dass die Aussis davon ausgingen, dass ich als Europäer die Regeln praktisch gefrühstückt habe. Bei fragwürdigen Entscheidungen musste ich also abschließend meine kompetente Meinung vorstellen ;)
Nach dem Spiel sind wir dann mit einem Taxi in eine Disco (Club…die Aussis haben mich ganz komisch angesehen als ich die Vokabel "Disco" verwendet habe. Discos waren gestern) gefahren. Der Taxifahrer hatte nur leider keine Ahnung wo es lang geht. Nach einen kleineren Umweg sind wir dann doch noch zum Fernsehturm der Stadt gekommen.
Der Club war ganz nett, ähnlich wie man es in Deutschland kennt. Selbst die chinesischen Songs waren erträglich. Das was den Abend aber erst richtig nett gemacht hat, war der Clubchef. Ein Haufen von 10-12 Ausländern fällt natürlich auf! Nach kurzer Zeit kam also der Chef und spendierte uns einen Eimer Bier (10-12 Flaschen). Seine Assistentin wirbelte ganz nervös durch die Gegend um uns das kühle Gold zu reichen. Kurze Zeit später kam die nette Frau erneut an und unterrichtete uns davon, dass der Chef uns einen besonderen Tisch in der Mitte angeboten hätte. Wir sollten ihr doch bitte folgen. Die etwas älteren Generationen haben das irgendwie geregelt, wir sind an unseren Tischen in der Nähe der Bar geblieben und haben noch einen Eimer Bier bekommen. So wurde es ein äußerst günstiger Abend ;)
Für die beiden chinesischen Studentinnen mit denen ich unterwegs war, war es der erste Besuch in einem Club! Insbesondere die Lautstärke gefiel ihnen aber überhaupt nicht ;) Mit 22 und 23 Jahren waren sie doch leicht überfordert… Am Ende war es aber ein netter Abend. Von dem Morgen wollen wir an dieser Stelle mal nicht sprechen...
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Tja, wer halt 2 Monate nur billig Geschöf trinkt, was sich Bier schimpft und nach einem Bier mit 600mL scho en Blähbauch hat, der muss sich net wundern, wenn er nach em Abend mit nur Bier am nächsten Morgen en hübschen Kater hat :) !!!!!!
AntwortenLöschenAber recht so, dass wer zu viel säuft am nächsten Tag leiden muss *fettest Grins*.